Tagesausflug durch das östliche Bayern nach Lichtenfels

Am Samstag, den 4. Januar 2014 besuchte der Eisenbahnclub Rosenheim die Eisenbahnfreunde in Lichtenfels. Um Kosten zu sparen, aber auch um unser Bayernland mit seinen schönen Landschaften besser kennen zu lernen, machten wir uns gegen 7 Uhr mit Bayerntickets in Nahverkehrszügen auf den Weg vom jeweiligen Heimatbahnhof über Rosenheim, Mühldorf, Landshut, Regensburg, Weiden, Bayreuth nach Lichtenfels, wo wir pünktlich um 13:25 Uhr ankamen.

Die Rückfahrt führte über Nürnberg, Treuchtlingen, Augsburg, München zurück nach Rosenheim und zu den Anschlussstationen, wo wir kurz vor Mitternacht ankamen. Damit haben wir an diesem Tag sechs der sieben bayerischen Regierungsbezirke bereist (außer Unterfranken) und einige der vielen neuen Konkurrenten der DB kennen gelernt:

Der Alex (von Landshut bis Weiden) fährt schon länger; der agilis (von Weiden nach Lichtenfeld) war neu für uns, ebenso der Meridian, der seit Dezember 2013 unser Rosenheimer Netz nach München, Salzburg, Kufstein und Holzkirchen befährt.

Die folgenden Bilder zeigen die Vielfalt der Züge:

obere Reihe: Zubringer aus Richtung Bruckmühl - Diesel-Triebwagen der Vogtlandbahn im Auftrag von Meridian --- RO-Mü und Mü-LA mit DB 628, hier beim Einstieg in Rosenheim --- in Landshut fährt der Alex ein, der uns bis Weiden bringt.

mittlere Reihe: In Regensburg Fahrtrichtungs- und Lokwechsel auf Diesel --- Von Weiden bis Lichtenfels im agilis-Regio-Shuttle --- Rückfahrt bis Nürnberg im DB 442

untere Reihe: In Treuchtlingen wieder umsteigen von DB-Doppelstockzug auf DB-440 --- M-Ro im Meridian-Ersatzzug (DB 111 mit alter Garnitur) --- Lumpensammler: wieder Leihwagen der Vogtlandbahn

Während der sechs Stunden langen Reise gab es nur im Alex die Möglichkeit, Verpflegung zu besorgen; dafür ging es in diesem Zug sehr eng zu. Aber im Alex-Treff war die Stimmung trotzdem sehr gut. In den anderen Zügen gab es genügend Platz.

in Lichtenfels

Bei der Ankunft im Bahnhof Lichtenfels wurden wir von den dortigen Eisenbahnfreunden begrüßt und sodann in das alte Bw geführt. Dieses war im Krieg schwer beschädigt worden und an manchen Stellen kann man den Verfall noch sehen. Aber mit viel Eigenarbeit konnten die Eisenbahnfreunde Lichtenfels hier ein Bahnmuseum einrichten, in dem sie nun wahre Schätze aufbewahren, allen voran die mächtige Dampflok 45 010.

 

Hier wurde erst einmal das folgende Gruppenfoto gemacht.

In den Hallen ging es eng zu und auch die Lichtverhältnisse waren für Fotografen nicht optimal. Aber die Sammlung war sehr eindrucksvoll.

Danach ging es ins alte Stellwerk 5, welches die Eisenbahnfreunde 1983 gekauft und dann renoviert, erweitert und eingerichtet haben. In jedem der drei Stockwerke gibt es viel Modelleisenbahn zu sehen. wegen des großen Hungers begannen wir ganz oben im Club-Café, wo es außer Kaffee und Kuchen auch Bratwürste vom Grill gab. Über uns kurvte derweil ein Ami-Zug in Spur 1.

Frisch gestärkt wurden die großen H0-Anlagen besichtigt. Im Erdgeschoß ist die Schwerindustrie dargestellt mit Hochofen, Hütten- und Walzwerk. Dabei wird auch gewaltig Dampf gemacht, wenn das Eisen bei über 1300°C aus dem Hochofen fließt. Das hat auch uns nicht kalt gelassen.

Im ersten Stock befindet sich eine Schweiz-Anlage mit dem Zentrum Brig. Auch diese Anlage konnte die Rosenheimer Gäste beeindrucken. In einer Ecke gab es noch eine kleine Kinder- und Jugend-Anlage.

Zum Dank übergab unser erster Vorstand, Rudi Stocker, zwei Wagen mit unserem Clubaufdruck an den ersten Vorstand der Lichtenfelser Eisenbahnfreunde, Werner Keidel.