Eisenbahnclub Rosenheim e.V. > Clubaktivitäten / Ausflüge > Clubausflug nach Rottau und Anger-Aufham

Torf, Salz, Moor, Porsche

Ein Reisebus der Firma Steinbrecher sammelte um 8.45 Uhr in Kolbermoor, 9.00 Uhr in Großkarolinenfeld, 9.10 Uhr in Westerndorf St. Peter und 9.25 Uhr im Süden von Rosenheim (Kufsteiner Straße) insgesamt 38 Vereinsmitglieder, Freunde und Nachbarn ein zur Fahrt nach Rottau und Anger-Aufham. Nachfolgend ein kurzer Bericht zur Fahrt. Einen ausführlichen Reisebericht finden Sie hier.

In Rottau ging es zur Torfbahn. Dort um kurz vor zehn Uhr angekommen, wurden wir in zwei Gruppen geteilt durch das Gelände geführt bzw. mit der Torfbahn gefahren. Allerlei Wissenswertes erfuhren wir von der 1919 stattgefundenen Gründung dieser Torfbahn bis zur ihrem Ende 1988 und dem anschließenden Bestreben um den Erhalt als Industriedenkmal, das viel Überzeugungsarbeit in Land und Kommunen bedeutete und schließlich auch gelang. Auch die Entstehung und Geschichte des Moores und die Artenvielfalt, sowie der Schutz dieses Gebietes in der jetzigen Zeit gehörten zur Information natürlich dazu. Um 11.20 Uhr ging es anschließend weiter zum Salz und Moor Museum Klaushäusl.

Dort, an der letzten original erhaltenen Pumpstation der Soleleitung von Reichenhall nach Rosenheim erfuhren wir die Entstehungsgeschichte. Grund dafür waren die für die Siedung des gewonnenen Salzes in Berchtesgaden und Reichenhall notwendigen Brennstoffe, die im Rupertiwinkel durch die anhaltende Rodung zur Neige gingen und Rosenheim ein guter Standort war für den Bezug von neuen Brennstoffquellen wie das Nicklheimer Moor, die Flächen um Großkarolinenfeld und natürlich die Wälder des Staatswaldes im Mangfallgebirge. Eine kleine Brotzeit im dortigen Cafe rundete den Aufenthalt hier ab. Um 13.00 Uhr ging die Reise weiter Richtung Osten.

In Anger-Aufham ist die Porsche Traumwelt entstanden. Von 13.45 Uhr bis 17.00 Uhr verblieben wir dort und ließen uns verzaubern von sehr gut erhaltenem und oftmals überaus seltenem Blechspielzeug, das die Kinderherzen im Industrialisierungszeitalter höher schlagen ließ. Einzelstücke aus der Porsche-Sammlung sowie Spielzeug von Kindern damals gut betuchter Eltern bis zum Spielzeug aus Massenherstellung, dass auch Kinder aus breiteren Schichten dann endlich die Möglichkeit gab, die Wirklichkeit im Kleinen nachzuspielen. Krönung war die neue, 550 m² große Märklin-Modellbahn mit einer einzigartigen Hintergrundkulisse, die über Beamer gesteuert wird.

Bei der Heimfahrt kehrten wir dann auf Vorschlag unseres Busfahrers noch in Bernau auf der Seiseralm ein. Den Großraum Rosenheim erreichten wir gegen 20.00 Uhr und wie am Vormittag die Gäste im Uhrzeigersinn Kolbermoor - Großkarolinenfeld - Rosenheim den Bus bestiegen, so wurden die Haltestellen auch wieder im Uhrzeigersinn angefahren, um die Gäste an ihrer Zielhaltestelle aussteigen zu lassen. Ein Bild in der anschließenden Galerie dokumentiert unseren Fahrtverlauf, der per GPS aufgezeichnet wurde. Dank dazu an Wolfgang Schoeps.

Rudi Stocker, 1. Vorstand.