Hamburg Oktober 2014

 

Clubreise 2014 nach Hamburg

 

Die diesjährige Clubreise führte 30 Teilnehmer in die Hansestadt an der Elbe. Auch wenn unser  ICE wegen einer Baustelle zwischen Nürnberg und Würzburg über Ansbach umgeleitet und somit die Abfahrtszeit um etwa eine Stunde vorverlegt werden musste, war die Stimmung von Anfang bis Ende gut. Dazu kam passables Wetter mit nur ganz wenig Regen und sogar zeitweisem Sonnenschein und insgesamt milden Temperaturen. Das Programm war von unserem 1. Vorsitzenden Rudi Stocker sehr gründlich vorbereitet worden und nicht mal der Lokführerstreik am 15. Oktober machte uns Probleme.

 

Montag, 13. Oktober: Gegen 6 Uhr machten sich die ersten Teilnehmer auf den Weg nach Rosenheim, wo wir alle um 6:51 Uhr mit dem IC 1296 nach München und von dort um 7:39 Uhr mit dem ICE 882 nach Hamburg fuhren. Ankunft mit etwa 15 Minuten Verspätung um 14:10 Uhr. Danach mit dem Bus Linie 112 zwei Stationen bis zu unserem Quartier im Hotel Belmondo Novum in der Spaldingstraße. (Auch zu Fuß in 10 bis 15 Minuten erreichbar)

 

Bereits um 15:00 Uhr begann dann unser etwa dreistündiger geführter Stadtrundgang: HauptbahnhofJungfernstieg (Binnenalster) – Rathaus (1897 im Stil der Neorenaissance errichtet; Sitz von Bürgerschaft und Senat) – Deichstraße (das letzte Ensemble von althamburgischen Bürgerhäusern; auf der Rückseite der Nikolaifleet) – Speicherstadt (auf 4000 Eichenpfählen gegründeter größter Lagerhauskomplex der Welt; Baubeginn 1883) – HafenCity (neues Wohnviertel zwischen Speicherstadt und Elbe mit modernen Gebäuden und und sehr teuer) – Elbphilharmonie (neues Wahrzeichen von Hamburg, 110 m hoch, Super-Architektur, aber (immer) noch nicht fertig und die Kosten steigen rasant) – mit der Fähre zu den Landungsbrücken (am Elbufer von St. Pauli mit vielen Anlegestellen für Fahrgastschiffe) – alter Elbtunnel (1911 als technische Sensation errichtet; Zugang über Aufzüge, auch für Autos; es gibt auch Treppen)

 

Gleich neben dem Tunnel: Einfall unserer Touristen im Block Bräu wegen Mordshunger und -durst

 

Dienstag, 14. Oktober: 9:00 Uhr mit Bus 112 und U3 bis Rödingsmarkt, zu Fuß zum Binnenhafen; 10:00 bis 12:00 Uhr Hafenrundfahrt bei Sonnenschein: enorme Ausdehnung des Hafens mit sehr vielen Hafenbecken für die unterschiedlichsten Umladefunktionen; besonders eindrucksvoll: der Containerhafen und die Köhlbrandbrücke über die Süderelbe; sie verbindet die Autobahnen A1 und A7. Ihre Durchfahrthöhe beträgt bei mittlerem Tidehochwasser 53 m; die neuesten Containerschiffe passen aber selbst bei Niedrigwasser nicht mehr hindurch. Der Tidenhub der Elbe hat sich seit der Elbevertiefung auf 4 m verdreifacht.

 

Nach einer individuell verbrachten Mittagspause dann von 14:00 Uhr bis 18:00 Besuch im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt: Die Anlage erstreckt sich über mehrere Räume und zwei Etagen und umfasst Motive aus verschiedenen Regionen, z. B.  von Skandinavien über die Schweiz bis nach Amerika. Besonders eindrucksvoll: der Flughafen, und im Gegensatz zur großen ist die kleine Elbphilharmonie schon fertig. Die Berge in der Schweiz sind mächtig, aber die vom Hermann Grimeis auf unserer Clubanlage schöner! Für die Eisenbahnfreunde war es schön, für einige Damen entbehrlich; sie haben sich „abgeseilt“.

 

Um 18:15 Uhr ging es dann mit Bus 6 zum Bahnhof und weiter mit der S3 nach Harburg Rathaus. Von dort zu Fuß ins Rollercoaster-Restaurant „Schwerelos und zeitlos“ in der Harburger Schloßstraße (schwer zu finden), wo die Speisen nach Bestellung über einen Bildschirm wie auf einer Achterbahn angerauscht kamen: der Rollercoaster. Immerhin: Offene Getränke serviert ein Kellner. Das Ganze war recht originell und durchaus einen Besuch wert.

 

Mittwoch, 15. Oktober: Streik der GdL; zum Glück für uns heute und nicht morgen! Dieser Tag stand zur freien Verfügung und wurde entsprechend sehr unterschiedlich gestaltet.

 

Für 8 Teilnehmer gab es am Abend noch ein vorbestelltes Programm: Von den Landungsbrücken ging es mit der Shuttle-Fähre in das eigens für das Musical „Der König der Löwen“ erbaute Theater am gegenüberliegenden Elbufer. Beginn: 18:30 Uhr. Das Stück ist ein Märchen mit eindrucksvoller und sehr aufwändiger Ausstattung und sehr lauter Musik.

 

Donnerstag, 16. Oktober:  9:15 Uhr Abfahrt mit 112 zum Museum für Hamburgische Geschichte; Einlass 10:00 Uhr; Besuch lohnend, aber für Eisenbahnfreunde wichtiger: Um 11:00 Uhr Vorführung der Spur-1-Anlage der seit 65 Jahren aktiven Eisenbahnfreunde Hamburg. Dargestellt wird der Betrieb in und um den Bahnhof Hamburg-Harburg.  Das hat uns genauso beeindruckt wie die Einladung in die seeeehr große Werkstatt. Die Modellbahn-Anlage ist eine besondere Attraktion im Museum, wird aber von der Museumsleitung nur gering geachtet. (Vielleicht nicht wissenschaftlich genug)

 

Danach gegen 12 Uhr vom Museum mit dem 112er ins Hotel, Gepäck abgeholt und zum Hauptbahnhof. Rückfahrt mit ICE 881 pünktlich , aber in umgekehrter Wagenreihung, ab 13:53; wieder über Ansbach nach München und weiter mit Meridian nach Großkarolinenfeld (an 21:21 Uhr) und Rosenheim (an 21:27); von dort mit Meridian, Auto oder zu Fuß nach Hause.

Dazu noch ein paar Bilder.