Auf der Dampflok-Strecke verkehren Züge aller Epochen, die mit Dampf- oder Dieselloks bespannt sind.

Nach Verlassen des Bahnhofs passieren die Züge zunächst das Bw und überqueren dann in großen 180°-Bogen auf einer langen Brücke die Gleise der übrigen Strecken (zweites Bild), umrunden den Vorort Mariental und fahren oberhalb von Karoheim in einen Tunnel unter dem Burgberg.

Die gesamte Strecke von Rosenfeld bis Arkadental ist inzwischen für Gleiswechselbetrieb eingerichtet. Die Lichtsignale können alle Signalbilder zeigen wie beim großen Vorbild.

Aus dem Tunnel kommend erreicht die Strecke den Bahnhof Arkadental. Haltende Züge fahren dort nur auf Gleis 2. Auf Gleis 1 ist wegen einer Baustelle kein planmäßiger Halt möglich. In der Gegenrichtung können die Züge Gleis 2 oder 3 befahren.

In Arkadental besteht Anschluss an die S-Bahn nach Rosenfeld und die Nebenbahn hinauf nach Bairisch Bünden.

Nach dem Bahnhof verschwindet der Zug wieder in einem Tunnel, diesmal jedoch geht es in den kleinen Schattenbahnhof, und nur, wenn dieser auf Umfahrung geschaltet ist, kommt der Zug in Kürze wieder am selben Tunnelportal in Arkadental zum Vorschein. Andernfalls muss er im Schattenbahnhof "im Gänsemarsch" hinter den vorausgefahrenen Zügen sechs Etagen in die Tiefe fahren und nach einer Wendeschleife die sechs Etagen wieder nach oben. Das dauert! Alles natürlich im Blockabstand und somit gesichert.


Nun kehrt der Zug über Arkadental zurück nach Rosenfeld.

Gleich nach der Ausfahrt folgt dann wieder ein Tunnel und ab geht es in den  großen Schattenbahnhof , wo die gleiche Prozedur stattfindet wie im kleinen Schattenbahnhof. 

Etwa 50 Züge sind so auf der Dampflok-Strecke unterwegs.

Die Steuerung der Dampflokstrecke

Übersicht:

Bis 2014 kam auf der Dampf- und Dieselstrecke eine Blocksteuerung der Firma Gebhardt zum Einsatz. Diese Steuerung funktionierte über elektronische Blockkarten, die die Züge steuerten. Auf Grund des zunehmenden Alters und vermehrt auftretenden Problemen wurde Anfang 2014 beschlossen diese Steuerung durch eine digitale Steuerung zu ersetzen. Zum Weihnachtsfahrtag 2014 konnte erstmalig mit dieser neuen Steuerung gefahren werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Umfahrung mit den Gleisen 8-13 im Bahnhof Rosenfeld sowie der Bahnhof Arkadental und der kleine Schattenbahnhof umgebaut.
Nach dem Weihnachtsfahrtag wurde der bisher für den Spielbetrieb genutzte Bereich im Bahnhof Rosenfeld (Gleise 5-7) und im BW (Handbereich) in die digitale Steuerung integriert. Im Sommer/Herbst 2015 konnte dann auch der große Schattenbahnhof in Betrieb genommen werden.


Zur Steuerung:

Die erste Frage war natürlich, welches Digitalsystem sollte man nutzen?
Da bei der digitalen Modernisierung des Handbereichs im Jahr zuvor bereits eine Intellibox 2 in der Sonderausführung der Firma KM1 (System 7) verbaut wurde, haben wir entschieden diesen Teil mit der Dampflokstrecke zu vereinen und mit der bereits vorhandenen Zentrale zu betreiben. So wurden also Computer und Decoder beschafft, neue Kabel verlegt und Alte zurückgebaut und die Software konfiguriert. Die Fahrzeuge wurden mit Decodern der Firma ESU ausgestattet.


Stromversorgung:

Als Stromversorgung wurden zunächst zwei Power-8-Booster (je 8 Ampere ) der Firma Uhlenbrock eingebaut. Als Überwachung wurde zusätzlich ein Powermanagement der Firma Systech (leider nicht mehr lieferbar) eingebaut. Diese ermöglicht es den Strom in einzelnen Bereichen zu überwachen und zu begrenzen. Außerdem können Kurzschlüsse dadurch besser lokalisiert werden, da die Anlage in einzelne Bereiche unterteilt ist, die dann abgeschaltet werden ohne, dass der gesamte Boosterstrom zusammenbricht.
Im Laufe der Zeit stellte sich leider heraus, dass die Uhlenbrock-Booster für unsere Zwecke ungeeignet waren, sodass sie durch 4 Booster je 4,5Ampere der Firma Littfinski ersetzt wurden. Später wurden beim Umbau des großen Schattenbahnhofs nochmals zwei Booster verbaut.
Im Handbereich ist nochmals ein Booster im Einsatz. Dort wurde zuvor der interne Booster der Zentrale verwendet. Dieser interne Booster wird nun nur noch zum Schalten verwendet.
 

Rückmelden und Schalten:

Sämtliche Rückmelde- und Schaltdecoder sind ebenfalls von der Firma Littfinski. Lediglich die Ansteuerung der verbauten Servomotoren erfolgt über Decoder der Firma ESU. Die Rückmeldedecoder sind über Netzwerkleitung mit den Computern verbunden. Als Schnittstelle dienen hier zwei HSI-88-N-USB der Firma Littfinksi. Diese funktionieren wie eine eigene Zentrale, die nur für das Rückmelden zuständig ist. Dadurch wird die eigentliche Zentrale entlastet.
Die Schaltdecoder sind über das normale Digitalsignal mit der Zentrale verbunden.
 

Software und Leitstand:

Als Software verwenden wir den Traincontroller 8 Gold der Firma Freiwald. Das Herz der Anlage, also der Computer und der Bedienplatz befanden sich zunächst unter der Anlage im Bereich des großen Schattenbahnhofs. Dieser eher behelfsmäßige Arbeitsplatz wurde schnell zu klein und unbequem.
Wir haben deshalb dazu entschieden in einem geräumigeren Teil der Anlage einen Leitstand zu errichten.
Anfang 2015 wurde der Leitstand fertig gestellt. Er umfasst zehn Monitore, davon werden fünf für die Steuerung der Dampflokstrecke benutzt. Die restlichen fünf Monitore wurden im Vorgriff auf weitere Umbauten beschafft und sind noch nicht in Betrieb. Außerdem wurde ein zweiter Rechner installiert, sodass nun das Powermanagement und die Steuerungssoftware auf zwei separaten Rechnern laufen. Dies hat den Vorteil, dass im Falle eines Rechnerabsturzes das Anhalten der Anlage noch möglich ist. Desweiteren wurde ein Telefonsystem eingeführt, welches eine schnelle Kommunikation unter der Anlage ermöglicht.
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Handbereich:

Der Handbereich umfasst die Gleise 5-7 im Bahnhof Rosenfeld, sowie die Abstellanlage im hinteren Teil des Bahnhofs und das gesamte BW. Der Software gesteuerte Bereich und der Handbereich sind technisch eine Einheit. Auch softwaretechnisch wurden die Bereich zusammengefasst um zum Beispiel Züge von der Strecke in die Abstellanlage zu fahren oder Lokwechsel durchzuführen.
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Planung:
Alexander Blenk, Niklas Gürntke
 
Durchführung:
Alexander Blenk, Niklas Gürntke, Johannes Gleis, Andreas Mayer, Peter Richter
 
Unser besonderer Dank geht an die Spender der Leitstandmonitore, sowie an Harald Hieber und Hannes Schroers für die Spende der Software.